Fünfte Station: Mont St. Michel II und Saint Malo


Wie jetzt, schon wieder Mont St. Michel?!? Da waren wir doch gestern schon!!!
Jaaaaa, aber da wir verrückt sind, wollten wir uns die Touri-Dröhnung nochmal geben!
Nein, es ging darum, dass gestern das Wetter morgens so trüb und grau war und die Insel auf den Fotos viiiieeel schöner gewirkt hätte wenn ein bisschen Licht- und Schattenspiel auf den massiven Mauern gelegen hätte. Und da wir auf dem Weg nach St. Malo, unserem eigentlichen Ziel am 14.08.2017 sowieso dort vorbeifahren, entschieden wir uns nochmal für das unmenschlich frühe Aufstehen um 6 Uhr. Die Hölle... aber was tut man nicht alles für geile Fotos?! Und diesmal hatten wir richtig Glück, denn der Himmel war fast wolkenlos und wir sahen einen rot glühenden Feuerball am Horizont als wir die einsamen Straßen zum Mont Saint Michel fuhren. Da wir uns ja jetzt schon auskannten, ging alles viel schneller, d.h. Auto geparkt, in den Shuttle gesprungen und auf zum fröhlichen Fotografieren. Wieder wurde eine Speicherkarte voll, aber diesmal mit kontrastreicheren Fotos dieses schönen Inselberges. Und da Matthias ein guter Pfadfinder ist, entdeckten wir noch den Weg über die Festungsmauer, welchen wir am Vortag gar nicht gesehen hatten. Also alles richtig gemacht und sogar noch neue Wege entdeckt! Jetzt können wir behaupten wirklich jede Gasse des Dorfes durchlaufen zu haben. Da uns St. Malo schon mit leckerem Frühstück rief, sprangen wir wieder ins Shuttle und ab zum Auto.











Bis nach St. Malo fuhren wir noch ca. 45 Minuten. Die Stadt ist, wie so vieles in dieser Gegend hier, wieder ein Touristenhotspot, aber da wir wissen, dass auf unserer Reise auch noch ruhigere Gegenden mit viel Natur und wenigen Menschen kommen werden, geben wir uns hier die volle Dröhnung. St. Malo ist ebenfalls eine mittelalterliche Stadt, umgeben von einer hohen Festungsmauer und engen Gassen. Die bretonische Hafenstadt war zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert eine berühmte Seefahrer- und eine blühende Handelsstadt. Die 1754 m lange Festungsmauer ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Dass wir dort nicht alleine sein würden war klar, zumal wir gegen 10 Uhr ankamen. Die Parkplatzsuche gestaltete sich schwierig, aber zu unserer Freude müssen wir mal anmerken, dass die Parkgebühren bisher immer recht niedrig waren oder oftmals auch kostenfreies Parken, selbst an Touristenattraktionen, möglich ist. Niedrig sind leider auch die Durchfahrtshöhen der Parkplatz-Einfahrten, die mit teilweise 1,90 m keine Rücksicht auf VW-Busse nehmen.

Die Suche nach Frühstück war keine Schwierigkeit, denn Cafés und Crêperien wechselten sich laufend ab, so dass wir ein kleines Lokal fanden und uns erstmal stärkten. Ich verstehe zwar bis heute nicht warum sich Matthias nur für das „kleine“ französische Frühstück entschied (was er sich auch noch mit Annika teilte), ich jedoch war sehr happy mit meiner herzhaften Galette. Wer's nicht kennt, Galettes sind graue Buchweizencrêpes, die meist herzhaft belegt sind. Jakob futtert sich übrigens durch das Sortiment an französischen Gläschen und zu unserer großen Freude ist er kein Kostverächter. Wir nehmen immer heißes Wasser mit und erwärmen ihm daher sein Gläschen an jedem unserer Mittags- oder Picknick-Orte.






Nachdem wir uns gestärkt hatten, gingen wir kreuz und quer durch die mit Kopfsteinpflaster belegten Gassen und versuchten immer mal Wege abseits der Haupteinkaufsstraßen zu finden. Hauptmerkmal der Altstadt ist die große Stadtmauer, die die Stadt auf drei Seiten zum Meer abgrenzt. Weiche Sandstrände laden zum Baden ein und auf unserem Rückweg dufte Annika auch in den Genuss des Sandes und kühlen Wassers kommen. Wir besichtigten auch die Kathedrale in der gerade gebetet und gesungen wurden. Das war eine sehr schöne Stimmung in Kombination mit dem Licht welches durch die bunten Fenster das Kirchenschiff erhellte.





So langsam wurden wir dennoch müde vom vielen Sightseeing und wollten auch noch Einkaufen fahren, so dass wir St. Malo verließen und noch zum Cora fuhren um unsere Vorräte für die nächsten Tage aufzustocken. Morgen soll es schließlich weitergehen. Wir möchten noch mehr Ecken der Bretagne kennenlernen. Zurück auf dem Campingplatz fand Annika eine Freundin, ein sechsjähriges Mädchen aus den Niederlanden mit schönen roten langen Haaren. Das Witzige ist, und das haben wir schon öfter festgestellt, dass sich die Kinder ohne Worte verstehen und einfach miteinander spielen können. Auch wenn sich niederländisch und deutsch ähneln, haben die beiden sich gegenseitig nicht verstanden, konnten aber trotzdem stundenlang miteinander spielen. So war es trotz des frühen Aufstehens schwierig Annika am Abend ins Bett zu bekommen.




Kommentare

  1. wie ich sehe muss ich mal in diese Ecke von Frankreich reisen. Wunderschön und total interessant!!!

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