Zehnte Station: Andorra II (El Serrat)


Wenn wir nun schon in einem solch hoch gelegenen Land mit vielen Bergen sind, liegt es natürlich nahe, dass wir die Wanderschuhe schnüren und das Land zu Fuß erkunden. Das Wetter hier war prächtig, zwischen 20 und 25 Grad mit Sonnenschein. Perfekte Wanderbedingungen also. Gleich hinter unserem Campingplatz ging ein Wanderweg los, der weiter in das Tal von Ordino aus hineinführt. Wir liefen also einfach mal wieder drauf los, hatten aber nicht so richtig Lust auf die ausgeschilderten Berggipfel zu klettern, so dass wir im Tal blieben und somit keine großen Höhen überwinden mussten. Wir folgten einfach der Ausschilderung nach El Serrat ohne so richtig zu wissen was das ist und wo es ist. Auf dem Weg lag u.a. die Ruta del Ferro, ein Wanderweg der zu einigen Eisenerzminen führte, die mittlerweile für den Tourismus genutzt werden. Schon im ersten Dorf fiel uns auf, dass in den Natursteinscheunen große Blätter, zusammengebunden zu langen Zöpfen, von den Decken hängen und trocknen. Ich ahnte schon was es sein könnte, da ich diese Blätter an einem Tabakladen in Leipzig schon mal hängen sah: es sind Tabakblätter. Nach kurzer Recherche im Internet fand ich heraus, dass Andorra bis zum Jahr 1990 großer Tabakproduzent war und dies dann zugunsten des Tourismus heruntergefahren hat. Anscheinend gibt es aber immer noch genügend Felder und Trockenscheunen, denn in jedem Dorf sind diese mehrfach zu finden. Wir zerrieben spaßeshalber ein Stückchen eines trockenen Blattes zwischen den Fingern und es roch tatsächlich nach diesem süßlichen Zigarrengeruch.





Nach langem Marsch kamen wir in El Serrat an und fanden eigentlich nichts vor, nur ein verschlafenes Dorf mit einer Kirche und einem geschlossenen Hotel. Auf dessen Terrasse ließen wir uns nieder und stärkten uns an unserem Proviant.





















Auch wenn die Tour heute „nur“ 15 km und kaum Steigungen hatte, kam uns der Weg doch recht lang vor und wir waren froh als wir auf dem Campingplatz in den Pool springen konnten. Da nur noch wenige Camper und keine Kinder da sind, hatten wir den Pool und den warmen Whirlpool ganz für uns alleine. Dies war eine echte Wohltat nach der Wanderung und wir konnten sogar effektiv noch ein paar Bahnen schwimmen. Ich glaube uns tut die Reise körperlich wirklich gut, da wir so viel an der frischen Luft wandern und ab und an auch noch zum Schwimmen kommen.




Und heute, am 03.09.2017 war übrigens unser 7. Hochzeitstag!!! 2010 haben wir uns das Ja-Wort gegeben und nun sind schon wieder sieben Jahre um. Krass, wie die Zeit vergeht und was vor allem alles passiert ist.

Kommentare

Beliebte Posts