Fünfzehnte Station: Genfer See VIII (Champeillant Panorama)
Annika und ich tragen jetzt übrigens
Partnerlook! Da Decathlon überraschenderweise einiges für uns als
auch für Annika bot, können wir zwei jetzt zusammen in blauer Hose
und pinken Shirts wandern gehen.
Dank der Infomaterialien an der
Rezeption unseres neuen Campingplatzes entdeckten wir das
Champeillant Panorama, ein Ort an dem man ein 360 Grad-Panorama des
Juragebirges, des Genfer Sees, des Chablais und des Mont Blanc hat.
Auf der Hochebene steht zudem eine Kapelle und es gibt allerhand
Wanderwege von denen wir uns einen ausgesucht hatten. Schon als wir
auf die Ebene fuhren, tauchte plötzlich rechts von uns der Mont
Blanc zwischen den anderen Bergen auf und wir beiden riefen „WOW!“
Dieser schneebedeckte Berg sieht einfach so krass wunderschön aus,
dass uns erst mal die Kinnladen nach unten fielen. Ein wirklich
traumhafter Anblick, der auf den Fotos kaum rüberkommt. Nüffchen
kam wieder in die Kraxe und Annika konnte gleich ihre neuen
Wanderschuhe ausprobieren. Unser Weg von ca. 10 km Länge führte uns
ohne große Steigungen über die Wiesen mit Kühen und die
umliegenden Dörfer und sogar vorbei an einer kleinen Sternwarte. Das
Wetter war zudem wieder auf unserer Seite und die Sonne verwöhnte
uns sehr. Und obwohl wir es schon gar nicht mehr grglaubt haben,
fanden wir tatsächlich noch einen Brombeerbusch, der reife Beeren
trug!!! Ist das nicht klasse? Seit zwei Monaten begleiten uns die
Brombeeren schon auf unseren Wanderungen und es ist super motivierend
am Wegesrand Beeren zu naschen. Also ließen wir uns nicht lange
bitten und pflückten die sonnenverwöhnten Früchtchen ab. Wir
liefen bis zu einem kleinen Dorf, dessen Namen ich schon wieder
vergessen habe, uns machten unser Picknick auf der Bank vor einem der
Häuser. Wir begegneten während der Tour nur zweimal anderen
Wanderern und auch das Dörfchen schien ziemlich verlassen.
Auf dem Rückweg hatten wir (also
eigentlich eher ich) Lust mal wieder ein bisschen was alkoholisches
zu trinken und so gingen wir noch in den nahen Super U und kauften
uns Alkopops. Da ich nachts noch stille, kann ich abends nicht
unbedingt trinken, also warum dann nicht tagsüber?! ;-) Auf dem
Rückweg genehmigten wir uns die Fläschchen, obwohl sie leider nicht
ganz unseren Geschmack trafen. Aber Hauptsache es dreht, oder?!
Wir liefen quasi der Abendsonne
entgegen und auf halber Strecke auch einer Kuhherde, die gerade von
ihrem Bauern zurück in den Stall getrieben wurden. Das war auch ein
wirklich tolles Erlebnis, wenn ca. 40 Kühe direkt an einem
vorbeilaufen. Und wir hatten keine Angst, nicht mal Annika. Besonders
witzig war, dass der Bauer auf dem Fahrrad von hinten die Herde
antrieb und sich quasi von einer der Kühe ziehen ließ. Sein
Hirtenhund war auch ein aufgewecktes Kerlchen und hatte sichtlich
Freude an seiner Aufgabe. Alles in allem ein wirklich toller Tag, der
unsere Augen mit so vielen tollen An- und Ausblicken verwöhnte. Wir
können einfach nicht oft genug betonen wie abwechslungsreich schön
die Landschaft um den Genfer See ist und dass wir uns so richtig in
diese Gegend verliebt haben.


























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